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4 Strategien gegen das Sommerloch

für die, die lieber vorsorgen als später jammern

Für Coaches, Mentoren und spirituelle Dienstleister, die jetzt die richtigen Weichen stellen wollen, damit der Sommer nicht wieder zur Umsatzflaute wird.

Nicole Schneider-Grain·5 Min. Lesezeit·Kostenlos
Nicole Schneider-Grain am Gardasee — 4 Strategien gegen das Sommerloch
Nicole Schneider-Grain am Gardasee — 4 Strategien gegen das Sommerloch

Das Sommerloch entsteht nicht im Juli. Es entsteht viel früher, nämlich dann, wenn man davon überzeugt ist, dass im Sommer sowieso niemand investiert. Wer das glaubt, wird recht behalten. Wer sich das aber nicht leisten kann und auch nicht leisten will, der braucht jetzt einen Plan. Genau dafür ist dieser Guide.

Das Muster

Jedes Jahr dasselbe Spiel. Und jedes Jahr dieselbe Ausrede.

Diejenigen, die schon länger selbstständig sind, kennen das Spiel. Es ist im Prinzip jedes Jahr dasselbe. Sobald das Wetter besser wird, werden gefühlt die Anfragen weniger. Gleich darauf folgt der Gedanke: Es ist Sommer, die Leute sind weniger am Handy, weniger Lust auf Online, die sitzen jetzt draußen am See. Also investieren sie auch weniger.

Das Problem ist, dass dieser Gedanke stimmt, wenn man ihn oft genug denkt. Wer davon überzeugt ist, dass im Sommer niemand kauft, tut unbewusst genau das, was dafür sorgt, dass niemand kauft. Weniger posten, weniger sichtbar sein, weniger anbieten. Und dann hat man ein Sommerloch und eine Umsatzflaute, die hausgemacht ist.

Es gibt Möglichkeiten, die es nur im Sommer gibt. Formate, die zur Jahreszeit passen, anstatt gegen sie anzukämpfen. Wer das für sich nutzt, geht nicht mit Druck in den Herbst, sondern mit einem Vorsprung.

Strategie 01

Weniger Programm, mehr Freiheit.

Viele Coaches haben im Sommer schlicht keine Lust, ihr 3-Monats-Paket oder ihr Gruppenformat zu bewerben. Die Energie stimmt nicht, die Termine kollidieren mit Urlaubsplänen, und ehrlich gesagt will man selbst auch ein bisschen freier sein.

Was viele nicht machen, ist eine einzelne 1:1-Stunde anzubieten. Nicht als Dauerlösung, sondern als Sommeroption. Als etwas, das es so sonst nicht gibt. So generierst du mit einzelnen 1:1-Stunden extra Umsatz, für einen Zeitraum, den du dir selbst aussuchst.

Der psychologische Hebel: Menschen reagieren auf Exklusivität und Zeitfenster. „Ich biete das normalerweise nicht an, aber diesen Sommer gibt es für einen bestimmten Zeitraum die Möglichkeit" klingt völlig anders als „Buch mal eine Stunde bei mir".

Strategie 02

Mach dir den Sommer selbst schön.

Wer sagt, dass Coaching im Sommer bedeutet, sich am Laptop abzuschwitzen, während draußen die Sonne scheint? Niemand. Stell dir vor, du arbeitest an einem See, in einem kühlen Wald, in den Bergen oder von einer Villa in Portugal aus — und lädst Kunden ein, diesen Tag mit dir zu verbringen.

Der psychologische Hebel: Die Bilder, die du malst. „Ein Tag am See, tief in dein Thema eintauchen" verkauft sich anders als „Online-Session via Zoom". Wir kaufen keine Dienstleistungen, wir kaufen Vorstellungen davon, wie wir uns dabei fühlen werden.

Ich habe das selbst mal gemacht, weil ich unbedingt nach Portugal wollte. Eine Woche mit zehn Menschen, die je 3.000 Euro netto bezahlt haben. Nebenbei eine meiner schönsten Arbeitswochen überhaupt.

Strategie 03

Verbindung verkauft sich von selbst.

Viele denken bei Community-Events sofort an Weihnachtsfeiern. Dabei ist der Sommer mindestens genauso gut dafür geeignet. Wer trinkt nicht gerne ein kühles Getränk auf einer Rooftop-Bar oder macht ein Picknick am See?

Vormittags individuelle 1:1-Stunden für diejenigen, die tiefer arbeiten wollen, nachmittags kommen alle zusammen. Du verkaufst Tickets, das Format trägt sich selbst. Ein Picknick am See reicht.

Der psychologische Hebel: Zugehörigkeit und Vertrauen. Wer dich einmal live erlebt hat, braucht im Herbst keine lange Bedenkzeit mehr.

Strategie 04

Die unterschätzteste Strategie im Sommer.

Ich weiß, das will keiner hören. Aber es funktioniert: ganz klassische Akquise. Nur auf eine Art, die sich nicht wie Akquise anfühlt.

Du gehst durch deine DMs, LinkedIn-Kontakte, alte E-Mail-Listen, und schreibst Menschen an, von denen du schon länger nichts gehört hast: „Hey, ich habe gerade an dich gedacht. Wie läuft's eigentlich bei dir?" Und dann fängst du wieder an, in einen echten Dialog zu gehen, ohne mit einem Angebot durch die Tür zu fallen.

Der psychologische Hebel: Echtes Interesse. Es bringt immer noch die meisten Kunden. Nicht weil es eine Taktik ist, sondern weil Menschen spüren, wenn jemand echtes Interesse zeigt.

Und jetzt?

Dein Business, deine Regeln.

Keine dieser Ideen braucht eine Landingpage, einen Funnel oder einen Launch. Kein großes Tamtam, kein wochenlanger Vorbereitungsmarathon. Das ist vielleicht das Schönste daran.

Vorsorge schlägt Nachsorge. Beim Arzt weiß das jeder. Im Business vergessen es die meisten. Wer sich jetzt überlegt, wie er seinen Sommer gestalten will, muss im August nicht in Panik verfallen.

Fang jetzt an. Nicht weil du musst, sondern weil du dann einfach entspannter am See sitzen kannst.

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Jeden Mittwoch um 14 Uhr beantworte ich live alle Fragen rund um Kundengewinnung, Verkaufs- und Persönlichkeitspsychologie. Kostenlos. Einfach reinkommen und mitquatschen.

Vertriebsmagie · Impulse — von Nicole Schneider-Grain. Verkaufs- und Persönlichkeitspsychologie für Coaches, Mentor:innen und spirituelle Dienstleister.

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